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"Fürsten
und Stadthäupter dürfen nicht vergessen, wessen Diener sie sind, wenn sie
ihres Amtes walten, und sollen nichts tun,
was eines Dieners und Statthalters Gottes unwürdig ist. Ihre vornehmste Sorge
soll sein, die öffentliche Gestalt der Religion in ihrer echten Reinheit zu
erhalten, das Leben des Volkes durch gute Gesetze zu lenken und für Wohlergehen
und Frieden ihrer Untertanen sowohl in der Öffentlichkeit als auch im Hause zu
sorgen.
Aber dies alles kann nicht anders
als durch Zweierlei erreicht werden, und Beides wird ihnen von den Propheten
ganz besonders empfohlen: durch Recht und Gerechtigkeit.
Recht heißt: die Schuldlosen
schützen, stützen, beschirmen und aus der Gefangenschaft befreien.
Gerechtigkeit heißt: der Kühnheit
der Bösen widerstehen, Gewalt brechen und Missetaten strafen."
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Der Philosoph Voltaire über
Calvin:
"Der bekannte Calvin, den wir als
Apostel Genfs schätzen, erhob sich zum Rang des Papstes der Protestanten.
Er war befähigt in Griechisch und Latein und prägte die Philosophie
seiner Zeit.. Er schrieb besser als Luther, predigte aber schlechter.
Beide waren arbeitsam und asketisch, aber ausdauernd und kräftig in ihrer
Ausdrucksweise. Calvinismus stellte den Staatsglauben dar und dennoch
hatte Calvin einen tyrannischen Geist...Er forderte Toleranz, die er
selbst für sich in Frankreich brauchte, und rüstete sich mit Intoleranz
in Genf... Die Strenge Calvins war gepaart mit der größten Uneigennützigkeit."
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