Johannes Calvin
(1509-1564)

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"Fürsten und Stadthäupter dürfen nicht vergessen, wessen Diener sie sind, wenn sie ihres Amtes walten, und sollen nichts tun, was eines Dieners und Statthalters Gottes unwürdig ist. Ihre vornehmste Sorge soll sein, die öffentliche Gestalt der Religion in ihrer echten Reinheit zu erhalten, das Leben des Volkes durch gute Gesetze zu lenken und für Wohlergehen und Frieden ihrer Untertanen sowohl in der Öffentlichkeit als auch im Hause zu sorgen. 
Aber dies alles kann nicht anders als durch Zweierlei erreicht werden, und Beides wird ihnen von den Propheten ganz besonders empfohlen: durch Recht und Gerechtigkeit.
Recht heißt: die Schuldlosen schützen, stützen, beschirmen und aus der Gefangenschaft befreien.
Gerechtigkeit heißt: der Kühnheit der Bösen widerstehen, Gewalt brechen und Missetaten strafen."

 

Calvin-Collage von Philipp Vostrovsky

 

Der Philosoph Voltaire über Calvin:

"Der bekannte Calvin, den wir als Apostel Genfs schätzen, erhob sich zum Rang des Papstes der Protestanten. Er war befähigt in Griechisch und Latein und prägte die Philosophie seiner Zeit.. Er schrieb besser als Luther, predigte aber schlechter. Beide waren arbeitsam und asketisch, aber ausdauernd und kräftig in ihrer Ausdrucksweise. Calvinismus stellte den Staatsglauben dar und dennoch hatte Calvin einen tyrannischen Geist...Er forderte Toleranz, die er selbst für sich in Frankreich brauchte, und rüstete sich mit Intoleranz in Genf... Die Strenge Calvins war gepaart mit der größten Uneigennützigkeit."

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