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Wer gründete die Evangelisch-Reformierte
Kirche?
Das waren
Ulrich Zwingli
(1484-1531) in Zürich und
Johannes Calvin (1509-1559) in Genf.
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Warum wird die Reformierte Kirche auch "H.B."
genannt?
Das wird sie nur in Österreich; die Bezeichnung geht auf Joseph II.
zurück. "H.B." bedeutet "Helvetischen Bekenntnisses".
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Seit wann gibt es die Reformierte Kirche in
Österreich?
Seit dem Toleranzedikt Josephs II. (13. Oktober 1781). Dazu ausführlich:
Baugeschichte
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Wie viele reformierte Gemeinden gibt es in
Österreich?
Neun - eine in Oberwart, drei in Wien, eine in Linz, vier in Vorarlberg.
Näheres unter
Links.
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Wie kam es zur "Spaltung" mit der
Lutherischen Kirche?
Im
Marburger
Religionsgespräch 1529 konnten
Luther und Zwingli sich
nicht auf einen gemeinsamen Abendmahlsbegriff einigen. Zwingli entwickelte die für den reformierten
Glauben bezeichnende Abendmahlslehre der pneumatologischen Präsenz - es
findet keine Wandlung statt, Jesus ist nicht in Leib und Blut, sondern
geistig anwesend - Luther hielt an der
wirklichen Gegenwart Jesu in den Gestalten des Mahls fest.
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Gibt es Reformierte Bekenntnisschriften?
Ja, den
Heidelberger Katechismus, das
Zweite Helvetische Bekenntnis und die
Leuenberger Konkordie.
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Wie viele Mitglieder hat die Reformierte
Kirche?
In Österreich etwa 15.000, davon 3.000 in der Reformierten
Stadtkirche. Weltweit hat die Reformierte Kirche 70 Millionen Mitglieder,
die im
Reformierten Weltbund
organisiert sind.
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Wie sind reformierte Gemeinden
organisiert?
Die Gemeinde wählt sowohl den oder - in größeren Gemeinden wie unserer
- die Pfarrer/innen als auch die Gemeindevertretung. Die
Gemeindevertretung - die Wahl findet alle sechs Jahre statt - wählt aus
ihrer Mitte das Presbyterium. Ein bis zwei Presbyteriumsmitglieder können
- durch das bestehende Presbyterium - zusätzlich berufen werden. Die
Pfarrer/innen sind von Amts wegen Mitglieder von Gemeindevertretung und
Presbyterium. Den in Ämter
gewählten Gemeindemitgliedern kommen die gleichen Rechte zu wie den
geistlichen Amtsträgern und Amtsträgerinnen. Die Gemeindevertretung ist
das "Parlament" der Pfarrgemeinde. Sie kommt mehrmals jährlich zusammen
und hier werden alle für die Pfarrgemeinde, aber auch für das Auftreten
"nach außen" relevanten Beschlüsse gefasst. Aufgaben des Presbyteriums
sind u.a. die Vorbereitung der Sitzungen der Gemeindevertretung und
die Verwaltung des Budgets der Gemeinde. Aus dem Presbyterium werden auch
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der gesamtösterreichischen
jährlichen Synode entsandt.
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Welche Rechtsgrundlagen hat die
Reformierte Kirche?
Die evangelische Kirchenverfassung und eine ganze Reihe weiterer
Gesetze und Verordnungen. Eine vollständige Liste gibt es auf der Seite
www.evang.at -> Texte ->
Rechtsdatenbank.
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Gibt es in der Reformierten Kirche auch
Sakramente?
Ja - Taufe und Abendmahl. Das Abendmahl wird als Offenes Abendmahl
gefeiert, das heißt, dass alle, die sich eingeladen fühlen, unabhängig von
ihrer Konfession willkommen sind.
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Herrscht tatsächlich ein Bilderverbot?
Zwingli und Calvin sprachen sich gegen Bilder in Kirchen aus, sie
beriefen sich dazu auf 2.Mose 20,4-6: "Du sollst dir kein Bildnis noch
irgendein Gleichnis machen..."; dies ist auch das Zweite Gebot der
Reformierten. Tatsächlich kam es in der Folge auch zu Zerstörungen von
Kunstwerken mit sakralem Inhalt. In reformierten Kirchen gibt es bis heute
kein Kreuz und keine Bilder.
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Stimmt es, dass in reformierten
Pfarren homosexuelle Paare getraut werden?
Nein - es besteht aber die
Möglichkeit, für Paare, die nicht standesamtlich getraut werden (können),
einen Segnungsgottesdienst zu halten, der einem Trauungsgottesdienst
nachgebildet ist. Dazu Näheres
hier.