|
09.05.2010
"Gott
schenkt uns...seinen Geist"

Als
das Pfingstfest kam, waren wieder alle, die zu Jesus hielten, versammelt.
Plötzlich gab es ein mächtiges Rauschen, wie wenn ein Sturm vom Himmel
herabweht. Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.
Dann sahen sie etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden ließ
sich eine Flammenzunge nieder.
Alle wurden vom Geist Gottes erfüllt und begannen in anderen Sprachen zu
reden, jeder und jede, wie es ihnen der Geist Gottes eingab.
Nun lebten in Jerusalem fromme Juden aus aller Welt, die sich hier
niedergelassen hatten.
Als sie das mächtige Rauschen hörten, strömten sie alle zusammen. Sie
waren ganz verwirrt, denn jeder hörte die Versammelten, die Apostel und
die anderen, in seiner eigenen Sprache reden.
Außer sich vor Staunen riefen sie: »Die Leute, die da reden, sind doch
alle aus Galiläa!
Wie kommt es, dass jeder von uns sie in seiner Muttersprache reden hört?
Wir kommen aus Persien, Medien und Elam, aus Mesopotamien, aus Judäa und
Kappadozien, aus Pontus und aus der Provinz Asien,
aus Phrygien und Pamphylien, aus Ägypten, aus der Gegend von Zyrene in
Libyen und sogar aus Rom.
Wir sind geborene Juden und Fremde, die sich der jüdischen Gemeinde
angeschlossen haben, Insel- und Wüstenbewohner. Und wir alle hören sie in
unserer eigenen Sprache die großen Taten Gottes verkünden!«
Erstaunt und ratlos fragten sie einander, was das bedeuten solle.
Andere machten sich darüber lustig und meinten: »Die Leute sind doch
betrunken!«

Da stand Petrus auf,
und die elf anderen Apostel mit ihm, und er rief laut: »Ihr Juden aus
aller Welt und alle Bewohner Jerusalems! Lasst euch erklären, was hier
vorgeht; hört mich an!
Die Leute hier sind nicht betrunken, wie ihr meint; es ist ja erst neun
Uhr früh.
Nein, hier geschieht, was Gott durch den Propheten Joël angekündigt hat:
'Wenn die letzte Zeit anbricht, sagt Gott, dann gieße ich über alle
Menschen meinen Geist aus. Männer und Frauen in Israel werden dann zu
Propheten. Junge Leute haben Visionen und die Alten prophetische Träume.
Über alle, die mir dienen, Männer und Frauen, gieße ich zu jener Zeit
meinen Geist aus, und sie werden als Propheten reden.Danach lasse ich erschreckende Zeichen erscheinen, unten auf der Erde und
droben am Himmel: Menschen liegen erschlagen in ihrem Blut, Flammen und
Rauchwolken steigen auf;
die Sonne verfinstert sich, und der Mond wird blutrot. So kündigt sich der
große Tag des Herrn an, dem niemand entrinnen kann.
Wer sich dann zum Herrn bekennt und seinen Namen anruft, wird gerettet.'
Ihr Männer von Israel, hört, was ich euch zu sagen habe! Jesus von Nazaret
wurde von Gott bestätigt durch die machtvollen und staunenswerten
Wundertaten, die Gott durch ihn unter euch vollbracht hat; ihr wisst es
selbst. Den habt ihr durch Menschen, die das Gesetz* Gottes nicht kennen,
ans Kreuz* schlagen und töten lassen. So hatte Gott es nach seinem Plan im
voraus bestimmt.
Und genau den hat Gott aus der Gewalt des Todes befreit und zum Leben
erweckt; denn der Tod konnte ihn unmöglich gefangen halten.
Schon David hat von ihm gesprochen und ihn sagen lassen:

'Ich
hatte den Herrn immer vor Augen.
Er stand mir zur Seite,
darum fühlte ich mich sicher.
Das erfüllte mein Herz mit Freude
und ließ mich jubelnd singen.
Selbst im Grab ruht mein Leib voll Hoffnung.
Ich bin gewiss:
Du, Herr, lässt mich nicht bei den Toten;
du gibst deinen treuen Diener nicht der Verwesung preis.
Du hast mir den Weg zum Leben
gezeigt;
in deiner Nähe werde ich froh
und glücklich sein.'

Liebe Brüder, ich darf ganz offen zu euch über unseren großen Vater David
sprechen: Er starb und wurde begraben, und sein Grab ist noch heute bei
uns zu sehen.
Aber er war ein Prophet, und Gott hatte ihm feierlich zugesagt, einer
seiner Nachkommen werde auf Gottes Thron sitzen.
David sah also voraus, was Gott vorhatte, und seine Worte beziehen sich
auf die Auferstehung des versprochenen Retters. Von diesem gilt, dass Gott
ihn nicht bei den Toten ließ und sein Körper nicht der Verwesung anheim
fiel. Diesen Jesus also hat Gott vom Tod auferweckt; wir alle sind dafür
Zeugen.
Er wurde zu dem Ehrenplatz an Gottes rechter Seite erhoben und erhielt von
seinem Vater die versprochene Gabe, den Heiligen Geist*, damit er ihn über
uns ausgießt. Was ihr hier seht und hört, sind die Wirkungen dieses
Geistes!
Nicht David ist ja in den Himmel aufgenommen worden; vielmehr sagt er
selbst:
'Gott, der Herr, sagte zu meinem Herrn:
Setze dich an meine rechte Seite!
Ich will dir deine Feinde unterwerfen,
sie als Schemel unter deine Füße legen.'

Alle
Menschen in Israel sollen also an dem, was sie hier sehen und hören, mit
Gewissheit erkennen: Gott hat diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum
Herrn und Christus gemacht.«
Dieses Wort traf die Zuhörer mitten ins Herz, und sie fragten Petrus und
die anderen Apostel: »Brüder, was sollen wir tun?«
Petrus antwortete: »Kehrt jetzt um und lasst euch taufen auf Jesus
Christus; lasst seinen Namen über euch ausrufen und bekennt euch zu ihm -
jeder und jede im Volk! Dann wird Gott euch eure Schuld vergeben und euch
seinen Heiligen Geist schenken.
Denn was Gott versprochen hat, ist für euch und eure Kinder bestimmt und
für alle, die jetzt noch fern sind und die der Herr, unser Gott,
hinzurufen wird.«
Noch mit vielen anderen Worten beschwor und ermahnte sie Petrus. Und er
sagte zu ihnen: »Lasst euch retten vor dem Strafgericht, das über diese
verdorbene Generation hereinbrechen wird!«
Viele nahmen seine Botschaft an und ließen sich taufen. Etwa dreitausend
Menschen wurden an diesem Tag zur Gemeinde hinzugefügt. Apg.
2,1-41
|