13. 10. 2002
Butzerlsonntag

 

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Die Tochter des Pharao

 

 

Der König von Ägypten ließ die beiden hebräischen Hebammen Schifra und Pua rufen und befahl ihnen:
»Wenn ihr den hebräischen Frauen bei der Geburt beisteht, dann achtet darauf, ob sie einen Sohn oder eine Tochter zur Welt bringen. Die männlichen Nachkommen müsst ihr sofort umbringen, nur die Mädchen dürft ihr am Leben lassen.«
Die Hebammen aber gehorchten Gott und befolgten den Befehl des Königs nicht. Sie ließen auch die Söhne am Leben.
Da ließ der König die Hebammen kommen und fragte sie: »Warum widersetzt ihr euch meinem Befehl und lasst die Jungen am Leben?«
Sie antworteten dem Pharao: »Die hebräischen Frauen sind kräftiger als die ägyptischen. Bis die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie ihr Kind schon längst zur Welt gebracht.«
So vermehrte sich das Volk Israel auch weiterhin und wurde immer mächtiger. Gott aber ließ es den Hebammen gutgehen.
Weil sie ihm gehorcht hatten, schenkte er ihnen zahlreiche Nachkommen.
Nun gab der Pharao seinem ganzen Volk den Befehl: »Werft jeden Jungen, der den Hebräern geboren wird, in den Nil! Nur die Mädchen dürfen am Leben bleiben.«

 


"Schilfwächter"

 

Ein Mann aus der Nachkommenschaft von Levi heiratete eine Frau, die ebenfalls zu den Nachkommen Levis gehörte.
Sie wurde schwanger und brachte einen Sohn zur Welt. Als sie sah, dass es ein gesundes, schönes Kind war, hielt sie es drei Monate lang versteckt. 
Länger konnte sie es nicht verbergen. Deshalb besorgte sie sich ein Kästchen aus Binsen, dichtete es mit Pech ab, so dass es kein Wasser durchließ, und legte das Kind hinein. Dann setzte sie das Kästchen ins Schilf am Ufer des Nils.

 


Moses' Schwester Mirjam läuft
mit dem Kästchen zum Nil

 


Kästchen mit Klein-Moses

 

Die Schwester des Kindes versteckte sich in der Nähe, um zu sehen, was mit ihm geschehen würde.
Da kam die Tochter des Pharaos an den Nil, um zu baden. Ihre Dienerinnen ließ sie am Ufer zurück. Auf einmal sah sie das Kästchen im Schilf. Sie schickte eine Dienerin hin, um es zu holen.
Als sie es öffnete, fand sie darin einen weinenden Säugling, einen kleinen Jungen. Voller Mitleid rief sie: »Das ist einer von den Hebräerjungen!«

 


Was soll mit dem Baby geschehen?

 


"Ratlose Schilfwächter"

 

Die Schwester des Kindes kam aus ihrem Versteck und fragte: »Soll ich eine hebräische Frau rufen, die das Kind stillen kann?«
»Ja, tu das!« sagte die Tochter des Pharaos.
Da holte das junge Mädchen die Mutter des Kindes,


Mirjam holt ihre Mutter Jochebed

und die Tochter des Pharaos sagte zu ihr: »Nimm dieses Kind und stille es für mich! Ich werde dich dafür bezahlen.«
So kam es, daß die Frau ihr eigenes Kind mit nach Hause nehmen und stillen konnte.
Als der Junge groß genug war, brachte sie ihn wieder zurück. Die Tochter des Pharaos nahm ihn als ihren Sohn an. Sie sagte: »Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.« Darum gab sie ihm den Namen Mose.
Mose erinnert im Hebräischen an »herausziehen«.
(1. Mose 1, 15-22, 2, 1-10)

 


Die Gemeinde tanzt vor Freude...

 


und mit dem Lied Go down Moses
verabschieden sich die Kinder.

 


Danach wird gemalt

 


und gegessen

 


und dieses Buch dürfen sich
alle Kinder mitnehmen.

 

Nächster Termin: 27. 10.!

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