„Die Rache ist mein, spricht der HERR“

 

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden stellen sich vor

 

www.reformiertestadtkirche.at

 

 

 


Gottesdienst in der Reformierten Stadtkirche am 1
8. Jänner 2004

 

                                                                                              

Gebetsgruppe

Laura Binder
Markus Bruck
Karin Futschek
Teresa Knosp
Dominik Petri
Judith Wolf

AssistentInnen
Kristof Kratochwill
Monika Zetik


Aktionsgruppe

Manuel Anderschitzky-Schenböck
Raffaela Haim
Carmen Haraszti
Alexandra Macho
Alice Reiner
Bettina Schwab
Carina Zoltan

AssistentInnen
Simon Duschet
Sandra Geißler


Predigtgruppe

Florian Drapalik
Clemens Haim
Thomas Havlik
Markus Racz
Philipp Roos
Marcus Wolf

AssistentInnen
Kathi Liebert
Raimund Liebert

Pfarrer
 
Johannes Langhoff

Organist
Klaus Hehn

                                                       

Ablauf

Orgel

Glocken

Lied Lobet den Herren
Begrüßung und Eröffnung
Gebet
Lied Erhebet er sich unser Gott
Anspiel
Lied Sonne der Gerechtigkeit
Predigt
Orgel
Gebet
Unser Vater
Lied Ein feste Burg ist unser Gott
Abkündigungen
Segen
Lied  Von guten Mächten wunderbar geborgen
Orgel


Erstes Gebet

 

 

Gott, allmächtiger Rächer!
Hör mir zu und hilf mir!
Rache ist süß!

Rache muss sein,
wenn meine Eltern mich vor meinen Freunden bloßstellen.

Rache muss sein,
wenn mich mein bester Freund bei einer Schlägerei im Stich lässt.

Rache muss sein,
wenn jemand meine Hilfsbereitschaft missbraucht.

Rache muss sein,
wenn jemand über mich Lügen verbreitet.

Rache muss sein,
wenn meine Kollegen für meine Arbeit die Lorbeeren einheimsen.

Rache muss sein,
wenn meine Freundin bewusst auf meine Schwachpunkte losgeht.

Rache muss sein – so denke ich es mir.

Römer 1         „Rächt euch nicht selbst meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes. Denn es steht geschrieben: „die Rache ist mein; ich will vergelten spricht der Herr.“

2. Mose 21    „Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Strieme um Strieme.“

Nahum 1        „Ein eifersüchtiger Gott ist der Herr, ein Rächer ist der Herr gegenüber seinen Feinden, er verharrt in Zorn gegen seine Widersacher.“

Aber manchmal da bin ich mir einfach nicht sicher ob das richtig ist.
Kannst du mir helfen, lieber Gott?
Ist Rache süß, lieber Gott?
Ist Rache biblisch, lieber Gott?
Ist Rache göttlich, lieber Gott?

Gott, allmächtiger Rächer!
Hör mir zu und hilf mir!      AMEN.


Anspiel

 

Manuel steht regungslos da und wird der Reihe nach beschimpft.
 


 

Betti: Was hast du mir angetan? Du hast mich mit Aika, Nicole und Babette betrogen. Aber dann diese Liaison mit Caro, meiner Schwester. Du dreckiger Schuft!

Raffaela: Was fällt dir ein? Du willst ein großer Bruder sein? Mich einfach sitzen zu lassen, jetzt wo sich unsere Eltern getrennt haben. Ich hätte gehofft, dass wenigstens du zu mir hältst. Du bist an allem Schuld!

Alice: Seit der ersten Klasse schreibe ich immer gute Noten auf meine Schularbeiten und alle Lehrer mögen mich. Nur meine Mitschüler können mich deswegen nicht leiden. Du bist der Schlimmste von allen. Kaum komm ich in die Klasse,  beginnst du, mich zu beschimpfen.

Carmen: Du wolltest meine Mutter fertig machen und jetzt hast du es geschafft! Wegen dir hat sie sich umgebracht.

Alex: Ich hasse dich! Seit du mit meiner besten Freundin zusammen bist, hat sie überhaupt keine Zeit mehr für mich.

Carina: Du hast dich betrunken hinter das Steuer gesetzt und deswegen musste meine Oma sterben. Und du hast den Unfall auch noch ohne einen Kratzer überstanden.

 


 

Manuel wird „geteert und gefedert“.
 


 

 

 Predigt

Zweites Gebet

 

 

Hallo lieber Gott!
Ich hab’ jetzt überrissen,
dass Rache weder mir noch sonst irgendjemandem etwas bringt.

Ich hab zwar meinen Frust abgebaut,
aber besser geht’s mir trotzdem nicht.
Und dem anderen geht’s auch schlecht.

Ich finde, wenn jemand Blödsinn gebaut hat,
dann darfst nur Du es ihm heimzahlen.
Aber ich bin auch draufgekommen,
dass es verdammt schwer ist,
das dir zu überlassen.

Deshalb musst Du mir helfen!

Ich hab gemerkt, dass ich wegen jeder Kleinigkeit auszucke.
Bitte hilf mir, dass ich mich zurückhalten kann.
Bitte schau, dass ich’s zambring, den Schwachsinn,
den meine Freunde verzapfen, manchmal zu verstehen.

Ich hab’s endlich geschnallt,
dass, wenn ich etwas anders haben will,
dass ich zuerst bei mir anfangen sollte.
Und dass ich das kapiert habe,
dafür danke ich Dir lieber Gott.

Amen.


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