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Die Konfirmandinnen und Konfirmanden
stellen sich vor

 

 

Gottesdienst in der Reformierten Stadtkirche
am 20
. Jänner 2008

"Humor ist, wenn man trotzdem lacht"

 

 

Die Gebetsgruppe:
Jakob
Bečvař
Manuela Best
Melanie Best
Constantin Binder
Natalie de Groot
Christoph Holpfer
Attila Kobori
Belinde Roos

 

Die Aktionsgruppe:
Philip Arbeiter
Nikolai Blaukopf
Clémence Fournier
Alice Neugebauer
David Roth
Alexander Strobel
Thomas Tringler
Aurelius Widhofner
Sophia Widhofner
Theresa Wöginger
 

Die Predigtgruppe:
Mathias Bruck
Hannah Eisenhut
Anna Füreder
Simone Kellner
Maximilian Lerchbaumer
David Wöber
 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
Nina Burian
Jakob Duschet
Ruth Duschet
Ivo Friedberg
 
Benedek Kruchió
Natascha Sulz

Melanie Tringler
Florian Zenz
 

Der Pfarrer:
 Johannes Langhoff

Der Organist:
Martin Horn
 

                                                       

Ablauf
Orgel  J.G.Walter, Concetro del Signor Meck, Adagio allegro

Glocken

Lied Fröhlich wir nun EG 159
Begrüßung und Eröffnung
Gebet Guten Morgen, Chef!
Lied Danke EG 334 1+2
Seligpreisungen; Szene 1
Lied Danke EG 334 3+4
Szene 2
Lied Danke EG 334 5+6
Szene 3
Lied Selig seid ihr EG 636
Predigt 1.Kor 1,20-25
Orgel Adagio
Gebet Lieber Chef im Himmel!
Unser Vater
Lied Lobt froh den Herrn EG 332
Abkündigungen
Segen
Lied  Ich lobe meinen Gott EG 272
Orgel Allegro
Kollekte
Empfang


 

 

 

Gebet

Guten Morgen, Chef!
Danke für einen neuen Tag.
Es sollte ein guter Tag werden.
Ich möchte Glück und Freude
und etwas zu lachen haben.
Ich möchte über mich selbst lachen können.
Ich möchte mit Freunden und Freundinnen lachen.
Ich möchte über Blödsinn grunzen.
Ich will, wenn ich schon nicht lachen darf,
zumindest kichern.
Und wenn es peinlich wird,
will ich wenigstens grinsen dürfen.
Ich sollte traurige oder humorlose Menschen anlachen.
Ich werde über Missgeschicke anderer schmunzeln
ohne gleich als schadenfroh abgestempelt zu werden. Hoffentlich!
Ich möchte ausgelassen lachen
und dabei
– ein netter Nebeneffekt –
viele Kalorien verbrennen.
Ich sollte mir meine gute Laune nicht
von fiesen Politikern nehmen lassen
und manche besser totlachen.
Ich sollte mich von Ängsten und Sorgen freilachen.
Ich sollte über meine Erfolge und die anderer jubeln.
Ich sollte die Unreife anderer belächeln.
Ich möchte sorglos flirten
ohne schüchtern  zu wirken.
Ich will wieder Spaß finden können,
auch wenn ich traurig war.
Ich möchte nicht quietschen,
quaken,
wiehern,
grölen,
brüllen
und kreischen.
Das ist nicht humorvoll,
sondern dumm.
Ich möchte nicht Mitlachen
mit Auslachen verwechseln.
Ich will im richtigen Moment lachen.
Ich möchte eben Glück und Freude
und etwas zu Lachen haben.
Danke für den neuen Tag.                   
Amen.

 

 

Seligpreisungen (Matthäus 5, 3-10)

Selig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel.

Glücklich sind die Depperten, weil sie in einer anderen Welt leben.

Selig sind die Trauernden, denn sie werden getröstet werden.

Die Heulsusen finden schon jemanden, der sie mitreißt.

Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land besitzen.

Feiglinge biegen sich ihre Welt zurecht.

Selig sind, die hungern und dürsten nach der Gerech­tigkeit,

denn sie werden gesättigt werden.

Den rechthaberischen Nervensägen wird das Maul gestopft.

Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.

Alle Schlappschwänze finden Ihresgleichen.

Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.

Gott verpasst den Scheinheiligen ihren Heiligenschein.

Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes heißen.

Die Leisetreter sind die frommen Brüder.

Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden,

denn ihrer ist das Reich der Himmel.

Wer sich prügeln lässt, lebt in einer anderen Welt.

 

Szene 1

Sprecherin: Liebe Gemeinde!   

 

Ein Leben ohne Humor wäre ein Irrtum - das gilt sowohl für uns Menschen als auch für Gott. Jesus zum Beispiel hat in seinem Leben oft Humor beweisen müssen, beziehungsweise kuriose Dinge erlebt. Ein Mal eskalierte die Situation, als Jesus zwei Bettlern seine Hilfe anbot

 

 

 

Blinder und Lahmer

Blinder: Komm zeig mir den Weg zu unserem Platz…“

Lahmer: Dann musst du mich aber auch besser stützen… außerdem, so viele Jahre wie wir schon hier her gehen, findet den Platz auch ein Blinder…

Blinder: ha! ha! Und ein Krüppel wie du geht meilenweit, nur um so nah an den Tempeleingang zu kommen…

Lahmer: Du brauchst dich gar nicht über mich lustig machen. Schließlich leben wir beide gut von der Bettelei bei den Frommen…

(Jesus kommt vorbei)

Lahmer: Eine milde Gabe…

Jesus: Ich hab kein Geld.

Blinder & Lahmer: Dann schleich dich und stör nicht unsere Geschäfte.

Jesus: Ich habe etwas anderes für euch.

 

 

Blinder: Na dann her damit!

Jesus: Ich kann euch heilen.

Blinder & Lahmer: Wassss?“

Jesus: Steht auf und seht!

(er zerrt den Lahmen hoch, dann den Blinden. Sie gehen und sehen erstaunt herum. Jesus freut sich und zeigt die beiden seinen Jüngern)

 

 

Jesus (stolz, zu den Jüngern): Seht ihr? So macht man das!

Blinder: Und wovon sollen wir jetzt eigentlich leben?

Jesus: Ihr könnt endlich arbeiten gehen!

Lahmer: Was is los?!

Blinder: Geht’s dir noch gut?!      (sie streiten, Abgang)

 

 

Szene 2

Sprecherin: Recht unlustige Szenen boten sich, als Jesus mit eigenen Augen sah, was die Leute damals unter einem "Tempel" verstanden.

Tempel-Szene

 

 

Jesus: das geht ja hier ab…jetzt verstehe ich, warum die Männer so gern in den Tempel gehen und die Frauen nicht mitnehmen… hier ist ja richtig was los…und wie viel Stoßgebete hier in den Himmel geschickt werden…

(Zwei Statisten stehen in der Ecke und unterhalten sich leise)

Prostituierte: Na, wie wär’s? (Jesus geht weiter)

 

 

Dealer: Wie wär’s mit einer guten Prise Koks? Da geht die Post ab. Du fühlst dich als wärst du Gott selbst im Paradies…

Jesus: Aber ich habe doch kein Geld…

Dealer: Na davon gibt es doch hier mehr als genug… versuch es doch mit einem Spielchen…  (Jesus geht zum Hütchenspieler)

Hütchenspieler: Na, willst du spielen?

Jesus: Sicher!                   (sie spielen)

Hütchenspieler: Und, wo glaubst du ist er? (Es geht um den Ball)

Jesus: Hm...Hier!

Hütchenspieler: Leider nein! Das macht dann fünfzig!´

(Jesus beginnt den Tempel auszuräumen.)

Jesus: Betrüger, Gotteslästerer, was fällt euch denn ein! Das hier ist ein Tempel und kein Casino! Räuber, raus mit euch!! (Währenddessen scheucht Jesus die Leute aus dem Tempel, die verziehen sich)

 

Szene 3

Sprecherin: Einmal gab es eine Szene, als eine Frau gesteinigt werden sollte.

 

 

Steinigung

(Der Ankläger lässt eine Frau vorführen…rechts und links steht das Volk)

Richter: Volk! Diese Frau hat sich der Unzucht schuldig gemacht und wurde dafür vor Gericht gestellt. Das Urteil lautet Steinigung.

Einer aus dem Volk: Was hat sie denn getan?

Ankläger: Die öffentliche Moral beleidigt, sich sittenwidrig und schändlich verhalten!!

Wieder aus der Menge: Warum soll sie da gesteinigt werden?

Richter: Sie gefährdet die gesellschaftliche Ordnung und ist ein schlechtes Beispiel für die Jugend

 

 

Ein anderer: Was hat sie überhaupt getan?

Richter: Sie duscht zu Hause immer nackt.

Jesus empört: Das ist doch kein Verbrechen…wenn sie in ihrem eigenen Badezimmer duscht, kann sie doch niemand sehen…

Ankläger: Aber ich habe sie ja gesehen…

(Menge lacht)

Einer: Aha! Du bist der Sittenstrolch

Ein anderer: Sexunhold

Noch einer: Eine Gefahr für die Jugend!

(Die letzten drei Sätze schnell hintereinander, bei jedem ein Steinwurf. Am Schluss schmeißt die ganze Menge ihre Steine auf den Richter.)

 

 

Predigt

 

 

 

 

 

 

 

Gebet

 

 

 

Lieber Chef im Himmel!

Ein Leben ohne Humor – das müsste grauenhaft sein,
düster und fad – einfach kein Leben mehr.
Danke, dass es nicht so ist.

Danke, dass Du bei der Erschaffung der Menschen
nicht auf das Lachen vergessen hast.
Das hilft in vielen Lebenslagen klarzukommen,
mit der Schule, im Job, mit den Eltern,
mit Freunden und sogar Feinden,
mit lästigen Chefs und in manch schwieriger Situation.
Lachen hilft überleben.

Deshalb wünschen wir uns
viel mehr Lachen auf der Welt.
Nicht nur Reiche sollen etwas zu lachen haben,
sondern zum Beispiel auch arme Kinder
sollen aus vollem Bauch lachen können.

Gott schütze uns vor den Humorlosen,
die gnadenlos nach Buchstaben und Gesetz regieren
oder verbissen und ohne Rücksicht auf Verluste
ihre Macht verteidigen.
Ich möchte mich ja nicht totlachen,
aber manch anderem könnte ich das wünschen.

Bevor wir lächerlich werden, gib uns das Feingefühl,
an der richtigen Stelle mitzulachen und nicht die Falschen auszulachen.

Wir sollten uns viel mehr anlächeln und das Anlachen noch ein bisschen üben, um jemanden zu finden, der oder die mir gut tut und mich liebt.

Lachen spontan und fröhlich offen und herzlich,
aber nicht rücksichtslos und nicht gedankenlos
das wünschen wir uns für alle.
Unser Vater im Himmel…

 

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