Die Konfirmandinnen und Konfirmanden
stellen sich vor

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Gottesdienst in der Reformierten Stadtkirche
am 17
. Mai 2009

"Apokalypse!"

 

                                                       



Begrüßung am Eingang

 

 


G
ebet zum Eingang -
Thomas und Pizzi

 

Thomas Spanninger

Gott, wann ist es soweit?

Wann werden die sieben Siegel,

die die Erde vor dem endgültigen Untergang bewahren, gebrochen?

Mit welchen Waffen wirst du die Menschheit zur Rechenschaft ziehen?

Was wird es sein, das uns das Ende der Welt beschert?

Wie wird es sein Gott?

Wirst du die Kinder verschonen und ihnen eine neue Chance geben?

Wird es Menschen geben, die auf die Vergebung ihrer Sünden hoffen dürfen?

Oder wirst du die Erde schließlich von der Menschheit befreien, uns alle auslöschen, wie um einen Fehler zu korrigieren?

Wie lange noch, können wir das unvermeidliche Ende hinauszögern?

Können wir den Zeitpunkt überhaupt ändern?

Haben wir noch einen Einfluss auf die restliche Dauer unserer Existenz?

Ich denke nicht Gott.

Pizzi Urban

Eigentlich ist alles was wir tun können egal.

Es sind die Motive unserer Taten die den Untergang herbeiführen und die Motive bleiben dieselben.

Diese, unsere gefährlichsten Waffen, sind für immer in uns verankert.

Es sind Gefühle wie Zorn, Aggression oder Tatenlosigkeit die uns in diese Situation gebracht haben!

Es sind Eigenschaften wie  Gier, Eifersucht und Egoismus, die uns zum Verhängnis werden.

Gäbe es das alles nicht, wäre die Welt viel friedvoller.

Es wäre nicht unsere Welt Gott,  aber wäre es nicht eine bessere?

Das Problem ist: Gefühle kann man nicht unterdrücken. Die guten genauso wenig wie die schlechten  und so gestalten wir unsere Umwelt unter ihrem Einfluss!

Eine Umwelt in der sich die apokalyptischen Reiter vielleicht nicht mehr in ihrer biblischen Gestalt zeigen, aber dennoch  existieren.

Verborgen hinter Masken wie der Wirtschaftskrise, Naturkatastrophen, AIDS, Kriegen, der Schweinegrippe und vielem mehr werden sie uns alle ins Unglück reiten.

Worüber wir uns allerdings klar werden müssen ist, dass die apokalyptischen Reiter erst durch unser Tun neuen Antrieb bekommen.

Aber was bedeutet das? Können wir uns nur noch mit deiner Hilfe retten?       

AMEN

 


Lesungen -
Elvira und Leo

 

Lesung 1: Leo Potyka

Von den Ereignissen am Ende der Zeit

„Blut wird in Strömen fließen, wenn Gottes Hinrichtungsstreitkräfte zur Tat schreiten. Die 69 Millionen Toten der zwei Weltkriege werden nichts sein im Vergleich zu den Opfern des Krieges Gottes von Harmagedon.

Die Menschheit wird weltweit durch brennende Geschosse, Feuerregen und andere verheerende elementare Kräfte, die mit dem Gericht Gottes einhergehen, in Schrecken versetzt werden.

Und Gottes Hinrichtungsstreitkräfte werden ohne Rücksicht auf Alter oder Geschlecht zuschlagen. Denn Gott gebietet ihnen, keine Barmherzigkeit zu zeigen.“

Aus dem Blättchen einer erst vor kurzem anerkannten religiösen Religionsgemeinschaft hier in Österreich, wie sie sie an jeder Ecke in Wien gratis mitnehmen können.
(Wachturm – Ausgabe 01.02.1985)

Lesung 2: Elvira Prindl

„Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen. So lasst uns denn einen Apfelbaum pflanzen. Es ist soweit!“, meinte ein Biologe 1984.

„Es steht nicht gut um uns. Die Hoffnung, dass wir noch einmal, und sei es um Haaresbreite, davonkommen könnten, muss als kühn bezeichnet werden. Wer sich die Mühe macht, die überall schon erkennbaren Symptome der beginnenden Katastrophe zur Kenntnis zu nehmen, kann sich der Einsicht nicht verschließen, dass die Chancen unseres Geschlechts, die nächsten beiden Generationen heil zu überstehen, verzweifelt klein sind. Das eigentümliche an der Situation ist die Tatsache, dass fast niemand die Gefahr wahrhaben will. Wir werden daher als die Generation in die Geschichte eingehen, die sich über den Ernst der Lage hätte im klaren sein müssen, in deren Möglichkeit gelegen hätte, das Blatt noch in letzter Minute zu wenden, und die vor dieser Aufgabe versagt hat. Darum werden unsere Kinder die Zeitgenossen der Katastrophe sein und unsere Enkel uns verfluchen – soweit sie dazu noch alt genug werden.“
(Hoimar von Ditfurth, Biologe, 1984)

 

Predigt
 

Kampf zwischen Engel und Drachen
 

 

 

 

 

 

 

Danach sah ich einen Engel aus dem Himmel herabkommen, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine starke Kette in der Hand.
Er packte den Drachen, die alte Schlange, die auch Teufel und Satan genannt wird, und fesselte ihn für tausend Jahre.
Der Engel warf ihn in den Abgrund, schloss den Eingang ab und versiegelte ihn. So konnte der Drache die Völker tausend Jahre lang nicht mehr verführen. Wenn sie um sind, muss er für eine kurze Zeit freigelassen werden.
Offenbarung 20,1-3

 


Leo mit dem Dudelsack

 


Gebet und Vater Unser -
Mita und Sandra

 

2. Gebet

Mita Marchich

Gott, ist es wirklich notwendig?

Muss es wirklich sein?

Ist das Ende der Welt überhaupt nicht abwendbar?

Zwei Worte: Weltuntergang und Apokalypse, eine Bedeutung: Tod.

Tod für so viele Menschen. Erwachsene wie Kinder.

Kann uns das völlig egal sein?

Es gibt auch viele Menschen, die voller Mitgefühl sind, deren Hilfsbereitschaft das Leben ganzer Dörfer  sichert, wenn man an diverse Hilfsprojekte denkt.

Diakonie, Rotes Kreuz, Ärzte ohne Grenzen, Centipede …

Menschen, deren Liebe so weit reicht, dass man sie nicht messen kann.

All dies sind so starke Gefühle und Charakterzüge,

die der Welt nicht einfach so entrissen werden dürfen.

Ist der Weltuntergang eventuell gar nicht nötig?

Sandra Karner

Gott, du gabst uns die Freiheit, unser Leben in die Hand zu nehmen und es verantwortungsvoll zu gestalten. Das ist es, was uns zu besonderen Wesen macht.

Es liegt nun an uns, die Welt zu retten, die du uns geschenkt hast.

Wir dürfen sie nicht dem Zufall überlassen.

Durch Reden untereinander können wir viele Ursachen für einen Weltuntergang erkennen.

Zusammen können wir diese Faktoren eindämmen. Wenn wir rechtzeitig reagieren, ist noch vieles möglich. Jeder hat andere Stärken. Und jeder hat verschiedene Schwächen. Hilf uns, unsere Stärken mit unseren Schwächen zu kombinieren.

So wird es möglich sein, die Erde vor ihrem Ende zu bewahren.

Die Menschen versuchen schon jetzt, der Umwelt zu helfen und zeigen viel Engagement. Das macht uns Mut und gibt uns Hoffnung.

Wenn wir Menschen es schaffen, Beziehungen verantwortungsvoll zu gestalten, sind wir bestimmt auch im Stande, mit unseren schlechten Eigenschaften besser zurecht zu kommen..

Gott, gib uns die Kraft, mit unserer Verantwortung zurechtzukommen

und gib uns die Stärke, die wir dafür brauchen.

Amen

 


Snacks für die Gemeinde

 


Kollekte

 

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