Beauty-Farm Kirche  

 

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden stellen sich vor

 

 

www.reformiertestadtkirche.at

 

 

 

Gottesdienst in der Reformierten Stadtkirche am 20. Jänner 2002

 

 

GEBETSGRUPPE

 

 

KonfirmandInnen

AssistentInnen

Maximilian Moldaschl

Bertram Haller

Jörg Racz

Irmi Langer

Raphael Reiner

Georg Raich

Oskar Schmidt

David Smyczko

 

AKTIONSGRUPPE

 

 

KonfirmandInnen

 

AssistentInnen

 

Fanny Hauser Edi Berndt
Oliver Kertesz Raimund Liebert
Carla Kuhn
Maximilian Osel
Silvia Pendl

PREDIGTGRUPPE

 

 

KonfirmandInnen

 

AssistentInnen

 

Sebastian Cech

Sandra Geissler  

Iwona Köhler   

Kathi Liebert  

    Patrick Pacal       
   Florian Pecher      
  Bettina Schmidt     

   

Pfarrer: Johannes Langhoff

 

 

Orgel: Klaus Hehn

 

 

               

Ablauf

 

Orgel
Glocken
Lied 282, 1-3: Wie lieblich schön, Herr Zebaoth, ist deine Wohnung
Begrüßung und Eröffnung
Gebet
Lied 636: Selig seid ihr

Spielszene: Im Beauty-Salon

Lied 432: Gott gab uns Atem

Predigt

 

 

Orgel
Gebet/Unser Vater
Lied 225: Komm, sag es allen weiter
Abkündigungen
Segen
Lied 171: Bewahre uns Gott
Orgel
Empfang im Gemeindesaal

   

1. Gebet

  Wählen Sie jahrhundertelange Erfahrung in kirchlichen Feiern und seelsorgerlicher Tätigkeit.

Nach einer anstrengenden Woche bekommen sie bei uns ein Rundum-Service für Körper und Geist.

Der Körper darf sitzen und für ihr allgemeines Wohlbefinden bekommen sie eine Seelenwäsche.

Unser erfahrenes Team von Gemeindemitgliedern berät sie gerne, besser als jeder Psychotherapeut, schnell und unverbindlich, in allen Lebenslagen.

Wenn sie sich in den nächsten 20 Minuten für dieses einmalige Projekt entscheiden, bekommen sie eine Gratistaufe dazu.

Doch lieber Gott,

braucht die Kirche denn so eine Art von Werbung, um Leute von ihrer Schönheit zu überzeugen und zu ihr zu führen?

Sollte so unsere Kirche sein, Gott?

   

 

2. Gebet 

Gott, ich find´s schon leiwand,

dass durch dich immer wer da ist, der uns zuhört.

Ich find´s cool,

dass in der Kirche meine Haberer sind,

bei denen ich mich wohlfühlen kann.

Gott, dass in Deiner Kirche Spenden gesammelt

und den Armen gegeben werden, finde ich toll.

Ich finde es krass,

dass die Kirche immer für mich da ist,

auch wenn ich keine Kohle habe.

Danke,

dass Leute immer noch auch ohne Marketing-Konzept

in die Kirche kommen.

 

 

Im Beauty-Salon  

 

  MUSIK. Einer Kundin werden gerade von der Stylistin die Fingernägel gefeilt. Die „Tusse” kommt herein. Musik aus.

Tusse: Grüß Gott.

Geschäftsführer (auf der Kanzel): Guten Morgen, was können wir für Sie tun?

Tusse: Das volle Beauty-Programm. Und bringen Sie mir einen Caffe Latte mit zwei Stück   Zucker.

Die Tusse setzt sich. Der Geschäftsführer schnippt nach dem Stylisten. Dieser beginnt der Tusse Gesichtspuder aufzutragen. Die Stylisten geht weg. 

Stylist: Entspannen Sie sich. 

Tusse: Wo sind denn die Zeitschriften?

Der Stylist reicht ihr ein Gesangbuch.

Tusse: Was soll ich damit? Haben Sie denn keine Woman?

Stylist: Nein, leider. Entschuldigen Sie bitte, gnädige Frau.

Tusse: Was ist denn das für ein Service? Und wo bleibt mein Caffe Latte?

Die Stylistin bringt ihr das Gewünschte.

Stylistin: Bitte sehr, gnädige Frau.

Tusse: Na endlich! (schüttelt den Kopf)

Stylist: Bitte ruhig halten.

    Tusse: Der Sessel ist viel zu unbequem. Haben Sie denn keine Polster? Natürlich nicht, das hätt ich mir ja denken können. Wie soll ich so schön genug werden? Ich muss heute zur Premiere vom neuen Film mit Brad Pitt und Sie können sich keine Mühe geben. Also wirklich.

Zweite Kundin: Das ist aber eine sehr anspruchsvolle Kundin.  

 

Stylistin: Mit so was müssen wir leben.

Zweite Kundin: Mir geht sie fürchterlich auf die Nerven.    

Tusse (zur Stylistin): Sie sollten sich nicht unterhalten, sondern weitermachen. Wenn Sie Ihren Kollegen bei mir helfen könnten, ginge es vielleicht etwas schneller. Und überhaupt - Das letzte Mal hat mich der Herr Jean-Luc bedient. Wo ist der jetzt?

Stylist: Der hat gekündigt, weil er eine gewisse Kundin nicht mehr ausgehalten hat. 

Tusse: Gekündigt? Dabei ist Ihr Job wirklich das Einfachste und Primitivste, was man sich vorstellen kann. Das kann ja wirklich der letzte Trottel.

Der Stylist beginnt an den Haaren der Tusse herumzuschnipseln.

Zweite Kundin: Jetzt reicht es mir aber.

Sie steht auf und geht zum Stylisten.

Zweite Kundin: Wo ist der Geschäftsführer?

Stylist: Der Geschäftsführer? Dort oben.

Die andere Kundin geht hinauf auf die Kanzel.

Stylistin (zur Tusse): Wünschen Sie eine Pediküre?

Tusse: Pediküre? Auf was für Ideen kommen Sie denn?

Auf der Kanzel.  

 

Geschäftsführer: Kann ich Ihnen helfen?

Zweite Kundin: Ich möchte mich über die Kundin dort unten beschweren. Die behandelt Ihre Leute echt hässlich.

Geschäftsführer: Wegen diesem Problem könnte ich sie nicht rauswerfen.

Zweite Kundin: Aber können wir Ihr nicht irgendwie eine Lehre erteilen? Ihr zeigen, wie sie wirklich ist?

Geschäftsführer: Ihr zeigen, wie Sie wirklich ist? Das können wir schon machen ...

Kundin: Wer so ist wie die, darf nicht schön sein.

Geschäftsführer: Kommen Sie mit.

Unten.

Der Stylist kämmt der Tusse die Haare.

Tusse: Au, au! Können Sie nicht aufpassen, Sie blöder Affe?

Der Geschäftsführer holt die Stylistin zu sich, die zweite Kundin den Stylisten. Zu viert tuscheln sie. Dann gehen sie zur Tusse, der Geschäftsführer holt sie aus dem Sessel.

  Geschäftsführer: Freuen Sie sich, gnädige Frau!

Stylistin: Sie bekommen unser Sonder-Beauty-Programm!

Stylist: Wir werden Ihre innere Schönheit hervorholen!

Tusse: Wow, toll!  

 

Die Stylistin dreht den Sessel mit dem Rücken zum Publikum. Der Stylist drückt die Tusse wieder in den Sessel.

Stylistin: Achtung, Gurkenmaske! Schließen Sie Ihre Augen und entspannen Sie sich.

MUSIK. Die Tusse wird einem umfangreichen Programm ausgesetzt.

Musik aus.

Geschäftsführer: Fertig!

Er nimmt ihr die Gurkenscheiben von den Augen. Die Tusse öffnet die Augen und sieht sich schwer entstellt im Spiegel.

Tusse: Aaaah!!!

Sie läuft davon.

Tusse: Das ist ja furchtbar! Das hat ja gar keine Ähnlichkeit mit mir! So darf mich niemand sehen! Hilfeee! Was ist nur mit meinem Zuckergesicht passiert! Ich muss mich verstecken...!

Sie verschwindet.

MUSIK. Geschäftsführer, Stylist und Stylistin schütteln einander die Hände und gehen ab. Musik aus.