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„Selbstbestimmt
leben“ ist das Motto und Programm zugleich, dem sich Frau
Haidlmayer verschrieben hat. „Wir brauchen keine Integration,
sondern Gleichberechtigung“, so die Grüne Abgeordnete, die sich
mit beeindruckendem Engagement dafür einsetzt, dass im „Jahr
der Menschen mit Behinderungen 2003“ der österreichische Staat
sich zu einem Gleichstellungsgesetz für Behinderte durchringt.
Erst wenn ein solches Gesetz existiert, werden zwangsläufig alle
öffentlichen Einrichtungen so beschaffen sein müssen, dass
niemand mehr diskriminiert wird, nur weil er/sie sich nicht so
bewegen kann wie Gesunde. Davon geht Haidlmayer aus. In den 60er
Jahren waren in Österreich körperlich Behinderte – wie sie
selbst - aus dem Regelschulwesen ausschlossen. Diese Erfahrung und
das Bewusstsein von ihrer eigenen Mutter vorbehaltlos und
uneingeschränkt als Kind und daher gleichgestellter Mensch
akzeptiert und geliebt zu sein, stehen hinter dem Engagement der
Abgeordneten:
Im
Zuge der Diskussionsreihe über die Problematik der Biomedizin lud
der Reformierte Klub Frau Haidlmayer zur Diskussion ein. Die
Gesellschaft muss endlich lernen, dass das Menschenrecht auf Leben
für alle und bedingungslos gelten muss. Behinderte sind keine
„Sozialfälle“ sondern gleichberechtigte Menschen in unserer
Gesellschaft, so Haidlmeier.
Dies
muss auch für die Reproduktionsmedizin gelten, die von Haidlmeier
schwer angegriffen wird, da bereits in der Selektion der zu
befruchtenden Eizellen in der Präimplatantionsdiagnostik ein
diskriminierender Akt besteht.
Die
Entwicklungen in Richtung einer „leidensfreien Gesellschaft“ hält
die Abgeordnete für Kulturverlust und eine Fehlentwicklung
unserer Zeit. Menschen so annehmen zu können wie sie sind, ist
das Ziel der Behinderteninitiative, gerade in einem Land wie Österreich,
das lange genug Menschen mit Behinderungen bewusst aus der
Gesellschaft ausgegrenzt hat. Ein Gleichstellungsgesetz für
Behinderte könnte der Ausweg sein.
Evelyn
Martin
zum
Text von Peter Brockhaus
Siehe
auch: "PID
- Was kann? Wer darf?"
zum
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