Schulanfangsgottesdienst am 3. September 2003
in der Reformierten Stadtkirche

 

mit Pfarrer Johannes Langhoff und Vikar Harald Kruzik

 


Wo sonst können SchülerInnen ihren geliebten Physik- und Mathelehrer noch ganz „harmlos“ an der Gitarre erleben? Wo können SchülerInnen herzhaft und aus vollen Lungen mitsingen, ohne Angst vorm falschen Ton haben zu müssen? Der Schulgottesdienst gab dazu am 3. September, wie immer, die beste Möglichkeit. Kurz vor 8.00 Uhr früh standen mehr als 200 SchülerInnen mit ihren Lehrern und Eltern, manche sogar mit ihren Großeltern, vor der Reformierten Stadtkirche in der Dorotheergasse 16. Manche Schulfreunde sahen sich nach den  viel zu „langen“ Ferien zum ersten Mal wieder und tauschten sich über Erlebtes und die heißesten Neuigkeiten aus. Punkt 8.00 Uhr fing die Orgel an zu spielen und die Plätze der Kirche füllten sich bis hinauf zu den Emporen.

Eine Lehrerband mit dem Direktor an der E-Gitarre unterstützt von der klaren Stimme der Musiklehrerin versuchte, Stimmung in die Kirche zu bringen und die SchülerInnen zum Mitsingen zu motivieren.

Getreu dem Motto zum Jahr der Bibel: „Suchen und Finden“ ging es im Gottesdienst um acht der vielen Schätze, die sich in der Bibel aufspüren lassen. Im einstudierten Anspiel einiger SchülerInnen wurden in einer alten Bibel mehrere Schlagworte gefunden, die Pfarrer Johannes Langhoff in seiner Predigt aufnahm.

Das Lesen von Büchern könne mitunter durchaus dazu führen, dass der Leser oder die Leserin das Buch nicht mehr aus den Händen legen kann und die Seiten geradezu „verschlingt“. Mit dem Bild des Propheten Hesekiel, der eine beschriebene Schriftrolle sogar aufisst und die in seinem Mund so köstlich wie Honig schmeckt, schilderte Pfarrer Langhoff, wie sich sowohl Interessantes, aber auch Aufregendes und Empörendes in dem Buch der Bücher finden lässt. Wer die Bibel liest, entdecke viele spannende Geschichten, die einem fesselnden Harry-Potter-Roman oder dem Herrn-der-Ringe um Nichts nachstehen. Aber die Bibel liefere eben für jeden, für SchülerInnen und Lehrer, für Kinder und Erwachsene, auch gute und hilfreiche Ratschläge, die das Leben bereichern können.

Nach dem Gottesdienst hieß es für die SchülerInnen dann ab zum ersten, wenn auch kurzen Schultag und es bleibt zu hoffen, dass es für alle, Lehrer und SchülerInnen ein tolles und aufregendes Schuljahr wird, das auch entspannende Momente bietet. So wünscht die Gemeinde allen SchülerInnen und ihren Lehrern ein gesegnetes Jahr.

 

Harald Kruzik
(seit 1.9.2003 Vikar in der Reformierten Stadtkirche)