www.reformiertestadtkirche.at

"Markt der offenen Herzen"
Der Umgang mit Spenden in Österreich

Podiumsdiskussion des Reformierten Klubs

am 23. November 2006

mit Mag Gottfried Mernyi
Evangelischer Arbeitskreis
für Entwicklungszusammenarbeit

 

 

 

Am 23. November 2006 war der Reformierte Klub zu Gast in der Gemeinde Wien-Süd. Mag. Gottfried Mernyi vom Evangelischen Arbeitskreis für Entwicklungszusammenarbeit sprach über Spenden und den Umgang mit Spenden in Österreich. Die Summe, die in Österreich für verschiedene Anliegen gespendet wird ist sehr hoch, wobei allerdings die Bereitschaft zu spenden deutlich mit dem Verwendungszweck korreliert. Katastrophenhilfe und projektbezogene Spenden können im Allgemeinen leichter motivieren als langfristige Projekte - Herr Mag. Mernyi nannte als Beispiel die Aktion "Brot für Hungernde" -, bei denen der Erfolg nicht unmittelbar sichtbar ist. Wie nicht anders zu erwarten, sind die  Österreicher natürlich auch bei Spenden für Tierschutzprojekte sehr großzügig. Wichtig für die Bereitschaft zu spenden ist auch die persönliche Beziehung zu dem Anliegen bzw. zu Mitarbeitern des Projektes.

 

Von dem allgemeinen Spendenverhalten kam die Diskussion zur Rolle der Hilfsorganisationen. Herr Mag. Mernyi warnte deutlich, kleine Organisationen oder Einzelinitiativen gegenüber großen Spendenorganisationen zu stark zu bevorzugen. Global agierende große Organisationen haben oft einen besseren Überblick, mehr Kontakte vor Ort und mehr Erfahrung in der Projektabwicklung. Die Bedeutung der technischen und administrativen Arbeit - Organisationen wie Caritas oder Diakonie verwalten sehr große Summen - sollte nicht unterschätzt werden.

 

Der Abend war mehr ein Informations- und Erfahrungsaustausch als ein Diskussionsabend, wesentlich divergierende Auffassungen gab es nicht. Es war auch eine Gelegenheit, die eigene Einstellung zu Spenden und die Spendenpraxis zu hinterfragen.

 

Margund Belke

 

zum Anfang